BLOGTOUR | #8 Sündige Leidenschaft – Anerkennung der Eltern

Wie wichtig ist die Anerkennung der Eltern bei der Entwicklung von Kindern?

Wer kennt es nicht aus seinen Kindertagen:

Ich komme aus der Schule nach Hause, in der Tasche eine „3“ in meinem absoluten Hassfach. Stolz – weil ich keine 4 oder 5 geschrieben habe – reiche ich meinen Eltern die Arbeit. Und dann …

Mama und Papa sind richtig stolz auf mich!

Und das wo es doch wirklich nur ´ne 3 geworden ist!

Leider ist es nicht in allen Familien so. Es gibt auch diese Eltern denen ein Kind nie etwas recht machen kann. Selbst eine 1- ist für die der Weltuntergang. Und neben der Schule muss das Kind noch beispielsweise montags zum Tanzen, Dienstag und Freitag zum Aerobictraining, mittwochs Geige lernen und Donnerstag zur Nachhilfe (obwohl es doch nur 1er und 2er schreibt *kopfschüttel*). Am Wochenende sind dann oft noch Auftritte oder Wettkämpfe. Freunde? Sind für die Eltern uninteressant. „Aus dem Kind soll ja was werden!“ Anerkennung? „Braucht es nicht. Sonst ruht es sich bloß auf seinen Lorbeeren aus.“ Familienzeit? Dafür haben die Eltern meist in ihrem Karrierewahn gar keine Zeit.

Wie ich solche Familien hasse!!! Was wird dann aus den Kindern?

Lob – so wirkt’s!

Ein Lob wirkt wie ein Kompliment. Es macht Kinder glücklich und bestärkt sie …

(Quelle: Eltern)

Warum nicht ein Kind loben wenn es nur eine 4 nach Hause bringt. Naja, zumindest in einem Hassfach, finde ich selbst so eine Note noch toll. Wobei ich zu meinen Kindern immer sage

Solange du mindestens eine 3 nach Hause bringst bin ich zufrieden. Es ist der gute Mittelweg.

Das werden vielleicht einige von euch jetzt nicht verstehen, aber ich bin der Meinung wenn dem Kind ein Fach total schwer fällt, ist eine 3 noch eine Top-Note. Zu meinen Zeiten – ich bin ein DDR-Kind – war es genau die Mitte. Warum sollte ich es unter Druck setzen und was besseres verlangen? Und damit noch zusätzlich verunsichern? Nee, danke!

Auch ich hab oft 3er (oder auch mal schlechter) mit heimgebracht. Und wenn meine Großellis dann trotzdem nicht mit mir geschimpft haben war ich glücklich und auch angetrieben endlich mal eine bessere Note zu bekommen. Hätten sie immer nur mit mir geschimpft – ich glaube ich hätte mich dann aufgegeben.

Und genau das ist für mich der springende Punkt!

Wie viele kleine und große Erfolge es doch im Leben eines Kindes gibt! Und die werden gleich noch viel besser, wenn sich jemand mitfreut und seine Anerkennung zeigt.

(Quelle: Eltern)

Genau mein Reden. 😉

Jedes Lob braucht einen wirklichen Grund

Wer wegen jeder Kleinigkeit in Lobeshymnen ausbricht, läuft Gefahr, dass sein Kind ein übersteigertes Selbstwertgefühl entwickelt.

(Quelle: Eltern)

Und ein übersteigertes Selbstwertgefühl kann dem Kind auch mächtig auf die Füße fallen. Zum Beispiel könnte es sich dadurch ständig überschätzen. Oder aber es wird als total eingebildet abgestempelt und verliert immer mehr Freunde. Alles keine schönen Punkte.

Auch sollte man das Lob kongretisieren und auch wirklich ernst meinen. Ein lasches „Toll gemacht“ mit Blick in den Fernseher bringt das Kind nicht weiter. Und irgendwann nimmt es solche Aussagen garnicht mehr ernst.

Unsere Große hat z.B. ein massives Problem mit ihrer Sportlehrerin und will deshalb partout nicht zum Sport. Leider geht das nicht einfach so. Wenn sie also hingeht – und nicht irgendwelche Kränklichkeiten anbringt – loben wir sie dafür, dass sie sich überwunden hat. Egal ob sie dann im Unterricht die Rolle vorwärts total vergeigen würde (was sie nicht macht *lach*). Das wäre uns in dem Moment egal, denn die Überwindung wiegt viiiiiiiel mehr.

Unsere Kleine ist wiederum ein Ass in der Schule. Klar murren wir wenn sie dann doch mal ´ne 3 anbringt. Aber das tun wir dann auch ab, dass es ja nur ein Ausrutscher war. Denn Lilly ärgert sich selber genug darüber. Bei 1en oder 2en loben wir sie trotzdem – auch wenn es schon normal bei ihr ist. Warum auch nicht? Sollten wir sie, nur weil es ihr leicht fällt, nicht loben? So´n Quatsch! Auch sie brauch es, wie der Garten den Regen.

Ja, ja. Ich schweife schon wieder ab. 😉

Je detailierter um so größer die Freude und der Ansporn

Am meisten freut sich ein Kind aber wenn man mit dem Lob noch mehr ins Detail geht. Es zeigt ein Bild was es in der Schule gemalt hat. Manche würden einfach sagen „Super, das sieht toll aus.“ Was würde aber bei dem Kind noch besser ankommen und runtergehen wie Öl? Schaut euch das Bild genauer an, vor allem die ganzen Details. Wie ist es schattiert? Wie sind die Farben und/oder der Ausschnitt gewählt? Was für ein Motiv ist es? Wenn man dann sagt: „Wow! Da hast du dir aber tolle Farben ausgesucht. Die harmonieren richtig toll zusammen.“, freut sich das Kind einen Wolf. *smile*

Vor allem sollte man auch loben

ohne „Wenn“ und „Aber“

Das nimmt dem Ganzen wieder den Wind aus den Segeln. Oder würdet ihr euch freuen wenn jemand sagen würde „Das Buch hast du toll dargestellt, aber hätteste nicht noch dies und das machen können?“

Also bei mir wäre die Freude vorbei. Und genauso geht es den Kindern.

Gehen wir nochmal zurück zu dem Problem mit der Sportlehrerin und dem vergeigten Purzelbaum. Was wäre wenn ein Kind immer Probleme mit der Rolle vorwärts hat, es immer wieder probiert aber nicht schafft? Soll man es trotzdem loben? Einige werden jetzt denk „Nö, warum soll ich das Kind loben, wenn es das nicht schafft?“

Da kommt von mir eine ganz dickes „Ja, aber es hat es versucht. Es hat sich bemüht!“ Auch Bemühungen sollen gelobt werden. Denn dadurch fühlt das Kind sich trotzdem unterstützt. Es merkt, dass es zwar etwas nicht schafft, aber die Eltern trotzdem hinter ihm stehen. Und das ist soooooooo viel wert!!!

Was könnte passieren wenn ein Kind nie ein lobendes Wort erhält?

Das Kind wäre überhaupt nicht überzeugt von sich selbst und hätte überhaupt kein Selbstwertgefühl. Es gibt sich auf und läßt mehr oder weniger das Leben an sich vorbeifließen. Es könnte ihm alles nur noch egal sein.

Sind dessen Eltern vielleicht zusätzlich noch sehr aggressiv oder Alkoholiker, sucht es sich später höchstwahrscheinlich Partner die genauso sind. Denn anders hat es das ja nicht kennengelernt. Es wäre in einem Teufelskreis gefangen.

Da bleibt einem nur zu hoffen, dass es irgendwann einen Menschen kennenlernt, von dem es aus dem Teufelskreis herausgerissen wird.

Morgen geht es bei Beate mit einem Autoren-Interview weiter. 😉 Ihr dürft gespannt sein!


 

Und jetzt wünsche ich euch viel Glück für das Gewinnspiel. Das hier könnt ihr gewinnen:

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1. Platz – 1 Taschenbuch, Postkarte, Tasse, Kuli, Schokolade UND
eine Rolle (Vorname) in meinem nächsten Buch / Buchreihe
2. Platz – Tasse, Postkarte, Kuli, Schokolade
3. Platz – Postkarte, Kuli, Schokolade

 

Das müsst ihr dafür tun: Beantwortet mir folgende Frage: „Wie denkt ihr über das Thema Anerkennung?“

Teilnahmebedingungen:

♥︎ Ihr seid 18 Jahre alt oder habt die Einverständniserklärung eurer Eltern.
♥︎ Wir haften nicht für einen Gewinn der auf dem Postweg verloren geht oder beschädigt wird.
♥︎ Der Gewinn kann nicht ausgezahlt werden und der Rechtsweg ist ausgeschlossen.
♥︎ Das Gewinnspiel geht bis zum 15. April um 23:59 Uhr. Ausgelost wird am nächsten Tag und dann werden auf allen Blogs die Gewinner bekannt gegeben.
♥︎ Ihr könnt jeden Tag, auf jedem Blog ein Los bekommen, also schaut unbedingt bei allen Stationen der Blogtour vorbei.

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